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Events Nov 2018
Gift und Galle gegen Goebbels. F. Mitterers „In der Löwengrube“ - tragisch und humorvoll zugleich! @TheaterinderJosefstadt

„In der Löwengrube“

„Gift und Galle gegen Goebbels“ war das Motto im Wiener Theater in der Josefstadt.

Wer historische Begebenheiten auf die Bühne bringt, muss sich um Glaubwürdigkeit und Theatralik gleichermaßen kümmern. Eine perfekte Balance zwischen Fakten und Fiktionen finden nur wenige Bearbeitungen. Aber genau das schaffte Stephanie Mohr mit ihrer gelungenen Neuinszenierung von Felix Mitterers „In der Löwengrube“.

Das Geschehen beginnt mit einem gewaltigen Buh-Orkan, welcher aus der Tiefe des Zuschauerraums tönt und für Aufruhr sorgt. Der Politpöbel kommt natürlich vom Band und obwohl man schon weiß, dass das bereits Teil der Aufführung ist, ist es äußerst unangenehm. So unangenehm, dass man sofort aufspringen und was dagegen sagen möchte.

Die Regisseurin hat zweifellos ein Ensemble kreiert, das mit größter Freude agiert und einmal mehr sein ganzes Können unter Beweis stellt. Allen voran gehört der Abend partout Florian Teichtmeister, der in der „Hauptdoppelrolle“ des jüdischen Schauspielers Arthur Kirsch und seiner Tarnung als Tiroler Bergbauer Benedikt Höllrigl brilliert. In jeder Gemütslage trifft er den richtigen Ton, vom feinsinnigen Künstler, der sich am Anfang noch alles gefallen lässt, bis hin zum rohen Naturburschen, mit kräftigem Akzent, der sich mit den Nazis verbündet. In jedem Augenblick verleiht er seinen Figuren die nötige Glaubwürdigkeit.

Herr Höllrigl wird engagiert, entpuppt sich im Laufe der Handlung als Naturtalent und führt auf gewitzte Weise das NS-Regime hinters Licht. Oftmals schämt man sich sogar fast, darüber zu lachen. Am Höhepunkt seiner Karriere wollte er die Verkleidung fallen lassen, um damit die Ideologie der Nazis zu demaskieren und bloßzustellen.

Auf literarischer Ebene umrahmt der Autor sein Stück mit den zwei wichtigsten jüdischen Figuren der Dramenliteratur: Shakespeares Shylock, der auf Rache sinnt, und Lessings humanistisch-versöhnlichen Nathan. Am Ende will Mitterer die Versöhnung über die Rache siegen lassen. Somit hat er ein überaus gut gebautes

Stück gezimmert, wobei alle Fäden kunstvoll verknüpft werden und so manche Themen angespielt werden. Viele gängigen Theaterklischees werden sowohl ausgespielt als auch ausgereizt. Wahrscheinlich macht gerade diese Ausgewogenheit und dieses Jonglieren mit Altbekanntem den Text so glatt und problemlos publikumswirksam.Man könnte sagen die Aufführung war aus einem Guss und hat für fast drei Stunden mit einer Pause kaum Länge. Tragisch und humorvoll zugleich.

Kein Wunder, dass „In der Löwengrube“ so schnell zu einem Erfolg geworden ist.

Einfach nur Kultur pur.

Was für ein bravouröses Theaterstück!

REISER Fanny Kira, 4IK

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